Danke!

«Nach der Hirnverletzung ist die Welt fremd. Ihre Regeln werden nicht mehr verstanden oder können nicht mehr übernommen werden. Vieles geht nicht mehr. Manchmal aber gibt es bei allem was nicht geht eine kleine Lösung. Vielleicht nur hier und nirgendwo sonst. Aber sie hilft und ausgerechnet der Kopf musste drauf kommen.»

Michael Nemitz



In der Selbsthilfegruppe für hirnverletzte Menschen in Basel tauschen sich Betroffene über ihre Bedürfnisse, Sorgen, Probleme und Strategien zur Bewältigung des Alltags aus. Dieser Austausch bringt ergreifende, dramatische oder auch banale menschliche Szenen zum Vorschein. Erzählte Bilder über den Kampf zur Bewältigung der Hausarbeit standen Pate bei der Geburt der Filmidee. Viele der originellen Lösungen bestachen durch ihre bildhafte Anschaulichkeit und gerade die «filmreifen» Lösungen bilden den Grundstock des Projekts. Sie wenden sich gegen erzwungene Abhängigkeit und sind getragen vom Willen, die Kompetenz über scheinbar unbedeutende Alltagshandlungen nicht zu verlieren.

Ich freue mich, dass «Kleine Lösungen» dank grosszügiger Spenden realisiert werden konnte. Es war für mich eine der schönsten Aufgaben, die Mittel für diesen Film zu sichern. Das Projekt überzeugte mich von Anfang an und es war deshalb ein Leichtes, diese Begeisterung den potentiellen Geldgebern weiter zu vermitteln. Ohne diese Geldgeber wäre der Film ein Traum geblieben.

Mein Dank geht an die Scheidegger-Thommen-Stiftung, die Odd Fellows, die GGG, die Ernst Göhner Stiftung und an die Schweizerische Hirnliga.

Michael Nemitz hat die Ideen eingefangen und den Film realisiert. Mit seiner feinen, einfühlsamen und doch gradlinigen Art gelang es ihm, sein Ziel nie aus den Augen zu verlieren. Dafür danke ich ihm.

Mein Dank gilt auch vielen anderen; allen voran den Mitgliedern der Selbsthilfegruppe, die bereit waren, uns einen sehr persönlichen Einblick in ihr Leben zu geben. Es braucht Mut dazu.

Ich wünsche diesem Film eine grosse Verbreitung. Ich hoffe, dass der Film zu Diskussionen Anlass gibt und zur allgemeinen Horizonterweiterung bei allen Menschen führt, die Kontakte mit hirnverletzten Menschen haben. Und das sind wir alle.

Dr. med. Kathryn Schneider-Gurewitsch

ehem. Co-Präsidentin
FRAGILE Suisse
Kleine Lösungen – Ausfälle und Einfälle
Ein Film über das Leben mit Hirnverletzung.mit Mitgliedern der Basler Selbsthilfegruppe. Von Michael Nemitz
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last update: 20.10. 2001