Bernd L. (*1942)

Unfall vor drei Jahren beim Biken im Wald. Weiss nur noch, dass zwei Reiter entgegen kamen, danach war es Nacht. Kopfoperation, Akutspital, danach etwa 12 Wochen Rehabilitation.

Lebt mit Frau und einem von zwei erwachsenen Söhnen im eigenen Haus.

Bernd war bis Ende 2000 Betriebsleiter in einer Firma. Hat nach dem Unfall auf eigenen Wunsch recht schnell wieder von 30 auf 100 Prozent Arbeit gesteigert. Dann aber auch wieder abgebaut. Kann jetzt in der alten Firma auf einem anderen Arbeitsplatz ein 50%-Pensum ausfüllen.

Einschränkend erlebt er vor allem eine Verlangsamung im Arbeitsprozess, Schwierigkeiten bei Entscheidungen. Und manchmal das Gefühl, nicht mehr für voll genommen zu werden. «Nach dem Unfall hat man von mir die gleiche Leistung erwartet wie vorher, ich versuchte diese Erwartungen bestmöglich zu erfüllen und setzte mich derart unter Druck, dass ich unter Depressionen litt. Du willst genau den Weg zurückgehen zu dem Ort, wo Du herkommst. Du glaubst es nicht, dass das Leben grundsätzlich anders sein wird. Von aussen blieb alles gleich und das wurde für mich immer schwieriger».

Seine gute sportliche Kondition (Fechten, Velofahren, Segeln) hat ihm in der Rehabilitation sehr viel geholfen. Auch schätzt er es heute so ein, dass es ihm viel gebracht hat, sich von der Arbeit (50%) trennen und sich viele kleine erreichbare Ziele zu setzen.

Kleine Lösungen – Ausfälle und Einfälle
Ein Film über das Leben mit Hirnverletzung.mit Mitgliedern der Basler Selbsthilfegruppe. Von Michael Nemitz
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last update: 20.10. 2001