Blanca B. (*1958)

Kam vor sieben Jahren notfallmässig nach einem epileptischen Anfall ins Spital. Zur Abklärung der Schatten auf dem Röntgenbild wird ein mikroskopischer Eingriff am äusseren Hirnbereich beschlossen. Dieser löst eine Hirnblutung aus. Sechs Wochen Akutklinik, danach 10 Wochen Rehabilitationsklinik. Jahrelange Therapie

Lebt mit Mann und drei Kindern (18/ 15/ 13) zusammen, besorgt den Haushalt. Ehrenamtliche Tätigkeit für FRAGILE Suisse. Früher im eigenen Geschäft tätig. Plant den Wiedereinstieg in die Büroarbeit.

Das Orientierungsvermögen verbessert sich seit einigen Jahren wieder durch hartes Training. Gesichtsfeld-Einschränkung, dadurch Probleme beim Lesen. In der Wahrnehmung erscheint die linke Seite ständig in Bewegung. Es zieht sie deshalb immer nach links, wobei das Gefühl für Raum und Boden verloren geht. Geht in Etappen einkaufen.
Besonders einschränkend: Ausschluss vom Berufsleben. Die Hausaufgaben der Kinder nicht mehr begleiten können. Häufige Erschöpfungsmüdigkeit.

Ein grosser Schritt nach vorne gelang mit dem Erlernen der Rechtsorientierung beim Laufen. Vor allem aber dadurch, «dass ich akzeptieren konnte, alles wieder von vorne zu lernen». Dafür den nötigen Willen gefunden zu haben.

Kleine Lösungen – Ausfälle und Einfälle
Ein Film über das Leben mit Hirnverletzung.mit Mitgliedern der Basler Selbsthilfegruppe. Von Michael Nemitz
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last update: 20.10. 2001