Irène S. (*1955)

Angeborene Neucharismen (erweiterte und verengte Blutgefässe im Hirn). Anfang Pubertät viel Kopfweh, Migränemedikamente. Pille löst Hirnblutung aus. Sie muss erbrechen, erträgt grelles Licht nicht mehr. Hausarzt schickt sie ins Spital. Lähmung nach der ersten Nachblutung vor der Operation. Beim Aufwachen aus der Narkose zweite Nachblutung. die zu linksseitiger Lähmung führt. «Jetzt habe ich nur noch die halbe Kraft.» Wieder ein Jahr später nochmals eine Operation.

Lebt mit Ehemann und Sohn (*1991) als Hausfrau und Mutter

Früher als Haus- und Krankenpflegerin tätig. Kann wegen rechtlichen Bestimmungen nur eine kleinteilige Rente beziehen.

Ist schnell übermüdet, muss sich immer wieder hinlegen zwischendurch und hat nicht mehr das Durchhaltevermögen von früher. «Mein Sohn hilft mir, macht mir kalte Umschläge auf die Stirn.» Muss sich auf das konzentrieren, was sie tut. Dazu noch reden ist nicht möglich. Mehrere Sachen gleichzeitig, das geht nicht mehr.
Lärmempfindlich.

«Immer wieder umdenken ist gefragt», sagt sie, «zusammen lernen ist das Wichtigste. Und das Gebet.»

Kleine Lösungen – Ausfälle und Einfälle
Ein Film über das Leben mit Hirnverletzung.mit Mitgliedern der Basler Selbsthilfegruppe. Von Michael Nemitz
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last update: 20.10. 2001