Silvia G. (*1968)

Verkehrsunfall vor 17 Jahren. Damals besuchte sie gerade das Gymnasium. Sie hatte so etwas wie Vorahnungen und eine schwierige Zeit in der Schule.

Zweieinhalb Monate bewusstlos, langsames Erwachen: «zuerst habe ich Stimmen gehört, aber da ist so etwas wie eine Wand dazwischen. Ich komme nicht zu ihnen, aber ich kenne sie.» Etwa ein Jahr im Spital, Diagnose: Stammhirnquetschung. Verschiedene Stationen in sozialen Einrichtungen: Therapien, Tagesschule, IV-Bürolehre.

Silvia wohnt bei den Eltern und fühlt sich dort freier als in einer WG.

Sie arbeitet nicht, «ich würde doch nur Unkosten machen».

Einschränkungen vor allem in der Bewegung und beim Gleichgewicht.

Ermüdet schnell. Besonders schwierig erlebt sie es, intensive Kontakte anzuknüpfen.

Geniesst es. unterwegs zu sein und Kontakt mit Fremden zu haben «Meine Unabhängigkeit bedeutet mir viel, dass ich nicht in einem Heim leben muss. Ein Wunsch wäre, einen eigenen Haushalt führen zu können.»

Kleine Lösungen – Ausfälle und Einfälle
Ein Film über das Leben mit Hirnverletzung.mit Mitgliedern der Basler Selbsthilfegruppe. Von Michael Nemitz
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last update: 20.10. 2001